Chemische Prozesse, Werkstoffe und Verfahrenstechnik in Kraftwerken
CheMin GmbH
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86167 Augsburg
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Nutzungsprognose

Beiträge zum Thema:

Die Alterung von drucktragenden Werkstoffen erfolgt in der Regel vergleichsweise langsam und betrifft das jeweilige Bauteil eher gleichförmig (Zeitstandsfestigkeit).

Im Unterschied dazu können Korrosion und Erosion in wesentlich kürzeren Zeiteinheiten wirken und tun dies zudem lokal mit äußerst unterschiedlicher Dynamik (Abzehrrate). Betroffen sind davon nicht nur drucktragende Werkstoffe, sondern auch deren Schutzschichten (metallisch, keramisch).

Das durch Korrosion und/oder Erosion herbeigeführte Ende der Bauteillebenszeit ist damit oftmals unerwartet und plötzlich (Rohrreißer). Die Folge sind Defizite in der Verfügbarkeit und stark erhöhter, weil ungeplanter, Reparaturaufwand.

Es ist daher zentraler Bestandteil einer vorausschauenden Instandhaltung, die räumliche und zeitliche Dynamik von Korrosion und Erosion so zu begleiten, dass ein möglichst enges und auch aussagekräftiges Zustandsbild verfügbar wird.

CheMin begleitet Revisionen durch Begehungen, sowohl im verschmutzten als auch im gereinigten Zustand. Dabei wird nach Möglichkeit der gesamte Rauchgasweg mit allen zugänglichen Bauteilen begangen.

Im verschmutzten Zustand liefern lokale Anomalien in den Eigenschaften der Verschmutzung (Form, Dicke, Farbe, Härte etc.) wichtige Hinweise auf lokal besondere Bedingungen. Aus diesem Zustandsbild lassen sich potentielle Risikobereiche des Kessels in Bezug auf Korrosion und Erosion ableiten.

Im gereinigten Zustand werden alle relevanten Wärmetauscherflächen betrachtet, sowie die zuvor erkannten Risikobereiche verstärkt. Diese „Betrachtung“ erfolgt nicht anhand von rasterförmig gelegten Messungen der Restwanddicke, sondern erfolgt optisch, mit dem erfahrenen Blick der CheMin und wird durch Ableuchten der Wärmetauscherflächen mit streifendem Licht unterstützt. Auf diese Weise lassen sich in den zugänglichen Bereichen (von stichprobenartig bis zu 100% eines Bauteils) die am stärksten von Korrosion und/oder Erosion betroffenen Stellen identifizieren. Diese Stellen werden markiert und dann durch Messung der Restwanddicke bewertet (bei Schutzschichten: Messung der Schutzschichtdicke).

Ein entsprechendes CheMin-Kataster archiviert und dokumentiert diese Daten, sodass im Verlauf mehrerer Revisionen die Bauteilentwicklung und deren Restnutzungsdauer für den Betreiber – planbar(!) – in klarer und übersichtlicher Weise vefügbar wird.

Dies ist analog anwendbar auf drucktragende Werkstoffe, wie auch auf die darauf applizierten Schutzschichten (Cladding, thermische Spritzschicht etc.).

Die Erfahrung der CheMin belegt klar, dass rasterförmige Messungen der Restwanddicke (bzw. Restdicke der Schutzschicht) nur einen groben Überblick geben können, dass lokale Anomalien nicht erfasst werden, dass z.B. bei Abzehrung an der Rohrflanke durch die Messung am Rohrscheitel ein völlig falsches Bild entstehen kann usw.

CheMin wertet den kompetenten Blick der Person, die zur Bauteilbewertung vor Ort tätig wird, als erheblichen Mehrwert für den Betriebsverantwortlichen. Dies kann durch Personen, die sich auf Anschleifen und Messen beschränken, nicht kompensiert werden.

CheMin:    Der „kompetente Blick“ für die Nutzungsprognose.
 
 
 
Letzte Aktualisierung am: 22.03.2018