Chemische Prozesse, Werkstoffe und Verfahrenstechnik in Kraftwerken
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CheMin-Sonden:

Werkstoffsonde

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Negative Auswirkungen der rauchgasseitigen Korrosion an Werkstoffen von Dampferzeugern (drucktragend oder als Schutzschichten / Halteteile / Bleche) bzw. in der Rauchgasreinigung sind stets ein Ausgangspunkt, einen beständigeren Werkstoff zu suchen, zu erkunden und letztlich einzusetzen.

Grenzen in der Auswahl von Werkstoffen werden durch die Milieubedingungen am Einsatzort (Mediumtemperatur, Rauchgastemperatur, Rauchgaschemie, Belagchemie, Erosion etc.) und durch die erwarteten Leistungsmerkmale (Lebenszeit, Reparatureignung, Funktion im Werkstoffverbund etc.) gesetzt.

Die Praxiserfahrung mit Korrosion und Funktionsversagen in Dampferzeugern bzw. in der Rauchgasreinigung zeigt, dass die relevanten Milieubedingungen sehr variabel und unstetig sein können und damit die Prognose der Leistungsmerkmale des jeweiligen Werkstoffs stark erschweren.

Ein Test von Werkstoffen ohne „reale“ Milieubedingungen ist somit für den Praktiker keine ausreichende Entscheidungshilfe. Dies belegen auch entsprechende Veröffentlichungen zu Labortests.

In den letzten Jahren ergibt sich deshalb der Trend, Werkstofftests „on-line“ durchzuführen, d.h. Sonden in den jeweiligen Dampferzeuger am jeweiligen geplanten Einsatzort zu applizieren und so die Leistungsmerkmale des Werkstoffs zu erfassen. Im Unterschied zu fest installierten Testfeldern ist damit auch eine Beschleunigung der Informationsbeschaffung verbunden.

CheMin hat aus den Erfahrungen mit Korrosionsschäden bzw. dem Funktionsversagen von Schutzschichten eigene Werkstoffsonden entwickelt und zum Patent angemeldet. Die besonderen Leistungsmerkmale unserer Sonden ergeben sich durch folgende Eigenschaften:
  • Der Sondenkörper ist in seinen Abmessungen ein reales Bauteil (Kesselrohr, Vollwerkstoff) ggf. mit den entsprechenden Applikationen (Schutzschichten etc.).
  • Der vordere Teil des Sondenkörpers (z.B. 70 cm Länge) wird auf einen weitgehend frei wählbaren konstanten Temperaturbereich geregelt (z.B. von 250 bis 500°C), d.h. der für die Korrosion und die Funktionsmerkmale wichtige Parameter der „Werkstofftemperatur“ wird über einen breiten Temperaturbereich gleichzeitig erfasst. Kritische Temperaturschwellen lassen sich damit ermitteln.
  • Der Sondenkörper ist für ein weitgehend frei wählbares Zeitfenster (von Stunden bis zu Monaten) einsetzbar, d.h. bestimmte oder auch mehrere variable Betriebszustände können gezielt abgebildet werden. Der Sondenkörper kann jederzeit eingesetzt und gezogen werden.
  • Der Sondenkörper wird – analog zu Schadensuntersuchungen – im Anschluss an die vor-Ort-Einsatzzeit im Labor zerlegt und mikroanalytisch untersucht, um Ursache, Art und Intensität der Korrosion (Abzehrrate) bzw. der Funktionsbeeinträchtigung zu erfassen. Innerhalb des Temperaturbereichs können so „alle“ Temperaturen, die von Interesse sind, gleichwertig untersucht werden (z.B. im Bereich von 250°-300°C für Verdampfer, von 400°C - 500°C für Überhitzer oder von 80°C - 200°C für ECO, LUVO und in Bezug auf die Rauchgasreinigung).
CheMin:    Heiße und kalte Werkstoffanwendung praxisnah und flexibel optimieren.
 
 
 
Letzte Aktualisierung am: 22.03.2018